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IDIL NUNA BAYDAR ALS JILET AYSE & GERDA GRISCHKE

Ein ganzes Land wird zum Gespräch gebeten. Ein Land, in dem Idil Nuna Baydar lebt und das ihr zunehmend Sorgen bereitet. Sie hat als hier geborene und vom Umfeld geprägte Berlinerin einiges an Migrations- Hintergründigkeit zu bieten und tut das gerne und vehement vor allem in ihren typischen Figuren Jilet Ayse und Gerda Grischke auf sehr eindrucksvolle und gewollt nachhaltige Weise. Jilet Ayse ist schwer und gewichtig, rein und rassig und glaubt das auch noch, wenn sie in den Spiegel schaut. Der ansonsten übrigens hauptsächlich dem Zuschauer vorgehalten wird. Sie ist überzeugt davon, das richtige Instrument zur Persönlichkeitsbildung und zur individuellen Freiheit gefunden zu haben – Sturheit! Getreu dem Motto: „Wenn du sie nicht überzeugen kannst, verwirr‘ sie!“ hinterlässt sie leidenschaftlich vorgetragene Argumentationsketten, die nur am Anfang logisch und gerecht erscheinen. Das tun sie aber immer für Jilet Ayse! Und wir sollten es glauben. Immerhin schwört sie uns in guter, alter Kanak-Sprachen-Tradition, dass alles, was uns unglaubwürdig vorkommt, die Wahrheit ist. Und schon kommt es uns bekannt vor. Für jede ihrer Überzeugungen würde sie auch glatt sterben. Nicht sofort, klar. Aber wenn sie einen persönlichen Vorteil in ihrem Tod sehen würde, wär‘ sie sofort dabei. Und so erleben wir altbekannte Stereotypen, nagelneue Schimpfwörter, ungelogene Wahrheiten und garantierte Tatsachen am laufenden Band und mit besonders breiter Brust vorgetragen. Aggression ersetzt Überzeugungskraft bei Jilet Ayse und Lautstärke fehlende Argumente. Wenn sie etwas zu ihrem eigenen Wohl erreichen kann, dann wird sie trotz aller Vehemenz schnell opportunistisch, ohne zu wissen, was das ist. Sie verbreitet Botschaften, Lösungen und Angst in den ersten Reihen. Und doch wird sie geliebt. Davon ist sie zumindest überzeugt. Vermeintlich naiv begegnet sie Unbekanntem und hofft, irgendwann den Lohn für ihr anständiges Leben zu bekommen. Der Weg dahin ist sicher noch weit, aber äusserst unterhaltsam für den Zuschauer.

Das sieht die Neuköllner(?) Wuchtbrumme Gerda Grischke nicht so gerne. Die typische Berliner Schnauze aus dem Milieu, in dem man Glatzen als Frisur akzeptiert und Paradekissen auf dem Sofa noch Karate mäßig bearbeitet werden, steht zu allem, was schon immer so war und noch nie so war und immer so sein wird. Eigentlich steht sie ja nicht, sondern hängt und zwar am Fenster. Ihr Tor zur ihrer kleinen, spiessigen Welt, ihr Fenster zum Hinterhof des normalen Bürgertums. Immer fesch in die neuesten Kittelschürzen gekleidet und mit der Grazie eines russischen Gewichthebers predigt sie uns ihre Weisheiten. Immer analytisch im Alltag unterwegs, immer mit dem eigenen tausendfach erprobten Massstab des Zusammen- und des Auseinander-lebens. Sie ist ihr eigenes Nonminusultra! Ihre Familie mit sämtlichen gewollten und ungewollten Angehörigen tanzt nach ihrer Pfeife oder wird es büssen müssen. Sie lässt an niemand ein gutes Haar – ausser eben an Glatzen und steht „wie ein Fels im Brandenburgischen“ ihre Frau oder was wir sonst in ihr sehen. Und schon kommt uns auch das bekannt vor.

Wir sind Idil Nuna Baydar auf den Leim gegangen, wir haben uns mitreissen lassen und uns diebisch gefreut über Boshaftigkeiten, beschwörte Tatsachen und Schimpftiraden in unterschiedlichsten Sprachfärbungen und aus unterschiedlichsten Richtungen. Aber wir haben auch verstanden, was da gerade passiert ist im Gespräch zwischen Idil Baydar und Deutschland. Überzeichnete Absurditäten, die uns vor Augen halten, wie banal und unnötig manche Befürchtungen sind und wie kleingeistig und egoistisch die Maulaffen dieser Welt Meinung machen, werden uns zukünftig bemerkenswerter erscheinen. Während vor unseren Augen ein Pulverfass mit vermeintlichem Geschwätz explodiert ist, wurde uns hinten aus der Hosentasche unsere Ansammlung an Vorurteilen geklaut und bleibt hoffentlich für immer verschwunden. Im Gegensatz zu Idil Baydar. Sie soll weiter mit uns reden, uns analysieren, schockieren und uns mit ihrer Überzeugungskraft vor dem nahezu sicheren Aussterben bewahren. Und sie soll alle Menschen erreichen, die noch nicht begriffen haben, dass man auch und vor allem übers Lachen zur Wahrheit kommen kann.


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